Lange Abende

•Juli 5, 2008 • Keine Kommentare

Was tut man an langen Abenden. Chatten? Manchmal habe ich das Gefühl, jemanden zu begegnen,den ich schon lange zu kennen glaube, obwohl objektiv erst wenige Tage zwischen der Begegnung liegen. Ich bin zumindest neugierig auf jedes weitere Gespräch.

Es scheint Veränderungen zu geben,die sich langsam am Horizont ankündigen.

Zukunftsängste

•Juni 25, 2008 • Keine Kommentare

Bin heute Morgen fast nicht hochgekommen ,weil ich wieder so lange gechattet habe. Am Morgen sagte Frau L. zu mir, dass ich die Adressen abtelefonieren solle. Ich war davon gar nicht begeistert. aber hatte auch nur eine magere Ausbeute, da die meisten Ämter keine Praktikanten im verwaltungstechnischem Bereich nehmen. Schließlich wurde ich bei einer Frau S. fündig, die mir zwei Adressen gab, bei denen ich mich bewerben könnte.

Habe mit B. gesprochen und noch meine gegenwärtige Situation erörtert. Er ist der Ansicht, dass es mir schlechter gehen wird, je länger ich im BTZ bin, weil ich meine Chancen auf die Zukunft verspiele. Wann sollte ich dann die Umschulung machen? Ist eine Umschulung überhaupt das Geeignete für mich? Sollte ich nicht einfach irgendwo Geld verdienen?

Alternativen?

•Juni 24, 2008 • Keine Kommentare

Ich bin heute morgen, nachdem ich um 5.00 Uhr wach war, wiederholt eingeschlafen und erst um 7.30 Uhr wieder wachgeworden. Mit mir ist momentan nichts los und ich könnte den ganzen Tag schlafen.

Im Vergleich zu SEEED will das Leben bei mir keinen ausgeben und wenn ich bis 100 zähle.

In der Mittagspause saßen T. und ich gemeinsam mit den anderen zusammen. Heute ist sein letzter Tag bei uns, da er in die Umschulung geht. So tauschten wir Telefonnummern und Email-Adressen. Ich werde ihn vermissen.

Den Nachmittag verbrachten wir mit der Auflösung von Akten - eine öde Angelegenheit. Will ich so etwas später wirklich einmal hauptberuflich machen? Die Alternative „Frühverrentung“ ist ja keine wirkliche Alternative.

“Selbstreflexion”

•Juni 23, 2008 • Keine Kommentare

Vielleicht setze ich H auch auf die Blackliste, dann habe ich meine Ruhe und weiß meine Vorurteile bestätigt hinsichtlich fehlgeleiteter Online - Kommunikation.

Ich träume einen gefährlichen binären Traum, der bei der kleinsten Erschütterung wie eine Seifenblase platzt.

Von 5 -7.45 war ich ,von einer Dusche mal abgesehen, fortwährend online. Ich schrieb einen Beitrag für´s Forum allerdings nur einen kleinen. Im BTZ beschäftigte ich mich mit meiner Bewerbung. Leider waren nur zwei Trainerinnen da, so dass ich nicht vernünftig trainiert werden konnte, obwohl meine Unterlagen noch einer Prüfung bedürfen. Ich habe mich mit der „Selbstreflexion“ anhand der Bewerbungshandbücher beschäftigt. Vieles ist mir nach wie vor fremd, da ich der Ansicht bin, dass mit einem bzw. mehreren abgebrochenen Studiengängen kein Staat zu machen ist. Selbst , wenn die Bewerbungsmappe etwas taugt, bleibt immer noch der Horror vor dem Bewerbungsgespräch, und hier geht es lediglich um einen pieseligen, kleinen Praktikumsplatz und nicht um eine Festeinstellung.

Schweigen

•Juni 22, 2008 • Keine Kommentare
Ich habe versucht, V. einen Brief zu schreiben. Dieser steckt voller Belanglosigkeiten, da man Menschen, die sich in einer Kur befinden nicht aufregen soll. Ich kenne eher die Dinge, worüber ich schweigen muss und die doch nach außen drängen als diese, von denen ich sprechen kann. Draussen rauschen die Bäume und wie ein Fahnentuch verflattert meine Online-Identität zu binärem Code.

 

to on he on, ens inquantum ens

•Juni 22, 2008 • Keine Kommentare

Online wie offline habe ich wieder versucht, mich der Philosophie zuzuwenden. Es funktioniert momentan einfach nicht. Die Philosophie gilt als Wissenschaft vom Seiendem:

“Es gibt eine Wissenschaft (episteme,scientia),welche das Seiende (das,was ist) als Seiendes ( to on he on,ens inquantum ens) untersucht (theorei) und das demselben an sich Zukommende ( ta touto hyparchonta kath áuto, quae hin insunt secundum se).“ (“Die Philosophie im lateinischem Mittelalter“,Schulthess/Imbach, S.48))

Die klassischen Probleme vermag ich nicht zu disputieren und die naupliosianische Methode erscheint mir momentan so seltsam fremd und entrückt. Eigentlich zeigt Augustin die septem artes liberales immer in significando und in numerando: In significand heißt, dass die Vernunft in der Sprache auftritt als signifikante Funktion, da die cogitationes nicht sichtbar sind.

In numerando heißt, dass man vieles unter einem zusammenfassen kann, indem man zählt. Das ist die enumerative Funktion der Vernunft.

Protokoll

•Juni 10, 2008 • Keine Kommentare

Derjenige, der ein Protokoll schreibt, sollte um Objektivität bemüht sein. Ich hatte heute eine Konferenz, die über meinen beruflichen Werdegang entscheidet und mir wurde bescheinigt, dass ich psychisch noch zu instabil sei, um ohne eine Verlängerung der Maßnahme voranzukommen. Dazu müssten jedoch Kostenträgergespräche geführt werden. Dennoch fühle ich mich nicht wohl. Es sind noch externe Praktika zu suchen und Bewerbungen zu schreiben. Das Ganze wächst mir zwischendurch über den Kopf.Momentan komme ich mir ein bißchen verloren vor. Beide Protokollantinnen haben sich abgewechselt, beide haben das Wesentliche nicht erfasst: meine Angst!

 

Stimmengewirr auf dem Flur

•Juni 3, 2008 • Keine Kommentare

Ich höre morgens Stimmen auf dem Flur des Internats, in dem meine Rehamaßnahme stattfindet. Helle und dunkle, schrille und sonore Klänge. Noch kaum wach überlege ich, ob ich in der Mensa frühstücken soll, oder ob mein restlicher Obstvorrat nicht ausreicht. Die Stimmen werden leiser und entfernen sich von meiner Zimmertür. In zehn Minuten  werde auch ich losgehen. Der Tag verspricht heiß zu werden.

Panik

•Mai 26, 2008 • Keine Kommentare

Kreativität

•Mai 25, 2008 • Keine Kommentare

Jede Wahlfreiheit ist gleichbedeutend mit einer freien Ursache. Als denkender,initiierender und wählender Handelnder kann jeder die Ursache seiner eigenen Handlungen sein. Wahlfreiheit ist eine Grundlage für Kreativität. Je mehr ich mir dessen bewusst bin, desto kreativer kann ich vermutlich sein.

Dennoch gehe ich davon aus, dass es systemische Zwänge gibt, die mir in manchen Dingen keine Wahl lassen, insofern bedingt jedes Maß an Freiheit auch ein Maß an Unfreiheit - diese lassen selten Platz für kreative Nischen.